Liebe Freunde der Goldenen Blogger,

auch wir waren erschüttert, als wir von der Berichterstattung über „Mademoiselle Readon“ erfuhren, die Anfang 2018 von uns zur „Bloggerin des Jahres 2017“ ausgezeichnet worden war.  

Der Autorin wird unter anderem vorgeworfen, mit Yad Vashem eine der wichtigsten, kulturellen Institutionen unserer Geschichte getäuscht zu haben. Sehr viele Menschen fühlen sich vor den Kopf gestoßen: Mit ihren anrührenden Geschichten und ihrem ganz eigenen Stil hat sie sich eine große Anhängerschaft erschrieben. Dies erlebten wir auch bei der Verleihung: Im Vorfeld hatte eine große Zahl von Nutzern sie nominiert, etliche Menschen sagten uns, sie würden sich freuen, die Autorin endlich mal persönlich zu treffen, beim Onlinevoting durch die Zuschauer siegte sie mit großem Abstand.

Wir haben uns an diesem Wochenende untereinander beraten, recherchiert und mit fachkundigen Menschen gesprochen, um eine angemessene Reaktion zu finden. Was bringt Menschen dazu, so zu handeln? Diese Frage hat uns in den vergangenen Tagen umgetrieben. Wir fürchten: Die Antwort ist ebenso düster und traurig wie viele der Geschichten auf Readon, my dear.

Es spricht sehr viel dafür, dass die Berichterstattung über Mademoiselle Readon korrekt ist und sie viele Menschen enttäuscht hat.

Wir haben die Autorin um eine Stellungnahme gebeten. Mit der aktuellen Informationslage sehen wir uns gezwungen, den Preis abzuerkennen. Sollte sich an der Lage etwas ändern, behalten wir uns vor, den Vorgang neu zu bewerten.

Weiterhin werden wir in den kommenden Wochen darüber nachdenken, welche Schlüsse wir für die zukünftigen Verleihungen der Goldenen Blogger ziehen.

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